Für Integration – neuen Teltowern Perspektiven bieten

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Dieter Schütz  / pixelio.de
Dieter Schütz / pixelio.de

Wir meinen, dass wir wegen der vielen Flüchtlinge und Asylbewerber, die zu uns kommen, nicht warten können, bis Europa, Bund und Land endlich handeln. Deshalb stellen wir uns unserer Verantwortung für Teltow und in der Stadtverordnetenversammlung den folgenden Antrag:

 

Fraktion FDP/LTR
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Bürgermeister wird aufgefordert, bis zur ersten Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2016 ein Konzept vorzulegen, wie die Stadt Teltow die Integration der hier lebenden Flüchtlinge und Asylbewerber fördert.

 

Dabei sind insbesondere
    • kurzfristig unterstützende Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache,
    • kurzfristige Verstärkung von Sozialarbeit und Alltagsbegleitung,
    • die Bereitstellung von Kita-, Hort- und Schulplätzen,
    • verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten und
    • mittelfristig die Schaffung zusätzlichen Wohnraumes
zu berücksichtigen.

 

Begründung:
Gegenwärtig leben bereits über 500 Flüchtlinge und Asylbewerber in Teltow. Die hohe Anzahl der Flüchtlinge und Asylbewerber und der weiterhin hohe Zustrom sind Herausforderungen, die zur Zeit nur unzureichend und nur durch vielfältige ehrenamtliche Hilfe bewältigt werden können. Viele Helfer arbeiten an ihrer Belastungsgrenze. Dies verlangt künftig eine verstärkte institutionalisierte Hilfe auf allen Ebenen (Europa, Bund, Land; Kreis und Stadt). Dabei können wir als Stadt nicht abwarten, bis andere Ebenen ihrer Verantwortung gerecht werden.
Unabdingbare Voraussetzung für Integration ist der Erwerb der deutschen Sprache. Jedes zusätzliche Angebot hilft hier.
Viele Flüchtlinge sind mit den Abläufen und Regeln bei uns nicht vertraut und haben ein idealisiertes Bild von Deutschland. Hier ist Begleitung erforderlich. Erzwungene Untätigkeit und Warten auf behördliche Entscheidungen, noch dazu auf engem Raum, fördern Konflikte. Neben Sprachausbildung und Gesellschaftskunde sind auch Möglichkeiten zu sportlicher und gemeinnütziger Beschäftigung zu entwickeln.
Selbst Flüchtlinge und Asylbewerber mit gesichertem Aufenthaltsstatus sitzen wegen Wohnungsmangels in den Übergangswohnheimen fest. Wir brauchen daher für alte und neue Teltower zusätzlichen Wohnungsbau zu möglichst günstigen Preisen.
Wir verkennen nicht, dass Integration auch von den Flüchtlingen und Asylbewerbern selbst geleistet werden muss. Die Bereitschaft dazu setzen wir voraus und fordern sie auch ein. Dennoch ist Integration nur mit unserer Unterstützung möglich.
Aus vielen anderen Kommunen sind Gewaltexzesse gegen Menschen und Einrichtungen bekannt. Unsere Stadt ist davon bisher verschont geblieben. Wir fördern die Integration unserer neuen Mitbürger, damit das auch so bleibt.

 

Hans-Peter Goetz
Fraktion FDP/LTR

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