Konflikt um Kostenübernahme des Straßenausbau in Teltow-Seehof gelöst

Der jahrelange Streit um die finanzielle Beteiligung der Anwohner an den Baukosten für die Fontane-, Raabe- und Stormstraße in Teltow-Seehof ist beigelegt. Auf Initiative der FDP/LTR-Fraktion wurde in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung (SVV) mit deutlicher Mehrheit ein entsprechender Beschluss gefasst.

Der Antrag, den die Fraktionen FDP/LTR, Grüne/Linke, Freie Wähler-BIT-BfB und der Einzelverordnete Eberhard Adenstedt gemeinsam eingebracht haben, wurde vom Fraktionsvorsitzenden FDP/LTR Hans-Peter Goetz in der SVV erläutert. Der Beschluss legt fest, dass die Stadt Teltow nun 25 Prozent, statt der von der Verwaltung zuletzt vorgeschlagenen 20 Prozent, der umlagefähigen Baukosten trägt. Weiterhin sind diese Kosten für die Anwohner nun auf 14,80 Euro pro Quadratmeter beitragsfähige Nutzungsfläche gedeckelt. Dieser Wert liegt im Rahmen des bezuschlagten Angebots der ausführenden Baufirma.

„Ein fairer Kompromiss, der die Interessen der Anlieger und die Verantwortung der Stadt gleichermaßen würdigt. Durch den Kostendeckel haben die Anlieger nun Planungssicherheit und die Stadt muss sich Ihrer angemessenen Verantwortung in dieser Angelegenheit stellen.“ so Mirko Schlossarczyk, stellvertretender Fraktionsvorsitzender FDP/LTR.

Dieser Einigung ging eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen den Anliegern und der Stadt voraus, da sich die ursprünglich angesetzten Kosten nahezu verdoppelt haben und die Anwohner darüber weitestgehend im Unklaren gelassen wurden. Hans-Peter Goetz ergänzt, dass nicht zuletzt die unzureichende Kommunikationspolitik der Stadt und die Verzögerung des gesamten Bauvorhabens, an der auch die Verwaltung nicht schuldlos ist, zu diesem Konflikt geführt haben.

Die Anwohner begrüßen die Einigung, die maßgeblich auch auf das Engagement der FDP in Abstimmung mit der, eigens für dieses Anliegen gegründeten, Bürgerinitiative „Seehof wehrt sich“ zustande gekommen ist. Heidi Hubacek, Sprecherin der BI, sagte: „Wir freuen uns sehr. Der Kostendeckel, der auf Vorschlag und Initiative der FDP nun verankert ist, gibt uns eine notwendige Sicherheit und belegt, was in der Kommunalpolitik mit bürgernahem Dialog möglich ist.“

Hier gehts zur Pressemitteilung  und zu einem offenen Brief der BI „Seehof wehrt sich“